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Peter Rösch

Peter Rösch

Autor Peter Rösch im Gespräch
zum Interview



Die Geschichten hinter den Menschen


Jeder kennt sie, doch wer kennt sie wirklich? Die Leute, die am Straßenrand ihre Hand aufhalten und auf Parkbänken übernachten. Peter Röschs Verhältnis beim Anblick eines Obdachlosen war immer etwas zwiegespalten, deshalb machte er sich auf die Reise um zu erfahren, wie es dazu kam und warum sie auf der Straße landeten?

Er hat auf seiner Reise 14 Städte in Deutschland besucht, um diese Fragen zu beantworten und traf dort Obdachlose, die ihm ihre Lebensgeschichten erzählten. Er hat sie aufgeschrieben und herausgekommen ist das sehr empfehlenswerte Buch: „Die Leute vom Straßenrand – Gespräche mit Obdachlosen“.

Wer nun meint, na ja, schon wieder der x-te Selbstversuch auf der Straße, wird schnell merken, dass dem nicht so ist. Peter Rösch verzichtet bewusst auf solche Experimente und bewahrt Distanz, indem er in Jugendherbergen übernachtet.

Gespräche mit Obdachlosen

Er spricht die Menschen – die für ihn in das Klischee des Obdachlosen passen – an, fragt, ob sie ihm ihre Geschichte erzählen möchten und schreibt sie auf.

Schon sehr schnell stellt er fest, dass die Vorstellungen, die er bisher von einem obdachlosen Menschen hatte, so nicht unbedingt stimmen.

Obdachlose tragen nicht immer abgelaufene Schuhe und manche besitzen sogar ein Handy, was er sich vorher nicht vorstellen konnte.

„Entschuldigung, wenn ich so direkt frage, aber sind Sie obdachlos?“ spricht er auf seiner ersten Station in Frankfurt Menschen an, dabei muss er sehr schnell feststellen, dass sie sich durch diese Frage überrumpelt fühlen und deshalb sofort abblocken.

Ihm wird klar, dass man darauf nur mit „Nein“ antworten kann und deshalb überlegt er sich eine andere Frage. „Guten Tag, ich mache eine Deutschlandreise und sammle Geschichten von Leuten, die auf der Straße leben. Trifft das auf dich zu?“

Plötzlich öffnen sich die bis dahin verschlossenen Türen. Er setzt sich zu ihnen, hört zu, fragt nach und schreibt auf. Herausgekommen sind Geschichten über Menschen, die auf der Straße leben oder gelebt haben. In diesen Biografien gibt es ab und zu ein paar Parallelen, aber ansonsten sind sie sehr individuell.

Peter Rösch ist ein sehr guter Zuhörer und hinterfragt auch nicht, ob das Erzählte wahr ist oder nicht. Er lässt diese Geschichten einfach so stehen ohne sie zu kommentieren. Schade, dass die Reise nach 240 Seiten zu Ende ist.

Ich könnte noch hunderte Seiten lang weiter lesen. Am Ende des Buches schreibt Peter Rösch sehr ehrlich, dass er sich nun nicht berufen fühlt, sich ehrenamtlich für Obdachlose zu engagieren. Zum Schluss seines Buches empfiehlt er den Lesern:

„Will man Obdachlose, will man Menschen kennen, dann muss man sie kennen lernen, alles andere nützt nichts, auch nicht das Lesen dieses Buches. Vielleicht kann es eine Anregung sein, mehr nicht“.

Alles weitere zu diesem wirklich empfehlenswerten Buch erzählt Ihnen der Autor Peter Rösch im Gespräch ....zum Interview


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