Nicht wahr, Sie sind eine Leserin? Etwa
vier von fünf Nutzerinnen unseres FREIeBÜRGER sind weiblich.
Diese Annahme beruht auf fünf Jahren Erfahrung, einer Handvoll
Verkäuferinnen-Aussagen und einer handgestrickten Hochrechnung.
(Damit ist sie so glaubwürdig oder so unzutreffend, wie
jede andere Statistik auch). Also, wie machen Sie das?

Wo bleibt Ihnen trotz Job und Haushalt die Zeit zu lesen?
Ach so, Sie halten wenig von den meisten Computerspielen und
Sie gehen selten in Kneipen.
Die ganzen TV-Übertragungen von WM’s und EM’s
sind Ihnen wurscht und wenn Schumi den Rollstuhl-Pokal gewinnt,
erfahren Sie das noch rechtzeitig von Ihren Arbeitskolleginnen.
Ja, dann sind Sie heute – wie heißt es doch: meine
Zielgruppe.
Als in der Redaktionssitzung Anfang Mai das Thema „Konkurrenz“
für diese Ausgabe aufs Korn genommen worden ist, habe ich
das persönlich genommen, als Frau persönlich genommen.
Wie schneidet die Frau gesellschaftlich im Land der Bundeskanzlerin
Merkel und einer Hundertschaft von Gleichstellungsbeauftragten
ab?
Die Recherche erfordert viele Blickwinkel; zuerst den semantischen.
Lesen Sie nun einmal, wie es sich liest, wenn sie gemeint sind
– und die Männer nur mitgemeint. (Bereits das ist gewöhnungsbedürftig!)
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