Mit dem Schreiben fing ich ungefähr mit 16 an. Zu dieser
Zeit hatte ich das große Bedürfnis, meine Begeisterung
für Fantasy und Science Fiction zu Papier zu bringen. Daran
hat sich bis heute nichts geändert.
Dass ich einmal für eine Zeitung schreiben würde,
hätte ich allerdings nie gedacht.
Mein erster Kontakt mit einer Straßenzeitung ereignete
sich im Jahre 1998 in Kiel mit der dortigen Zeitung Hempels.
Zu dieser Zeit waren Gûl und ich mehr oder weniger den
ganzen Tag auf Kiels Straßen unterwegs, weshalb es nicht
ausblieb, dass wir den einen oder anderen Verkäufer kennen
lernten.
Nachdem ich März 2002 nach Freiburg kam, wo ich wenig
später meine Freundin kennen lernte, mit der ich seitdem
eine rundherum glückliche Beziehung führe, hielt ich
dann und wann auch mal einen FREIeBÜRGER in den Händen.
Ich kannte das Konzept Straßenzeitung ja aus Kiel und
wusste, dass die Jungs und Mädels nicht zum Spaß
bei Wind und Wetter auf der Straße stehen.
Bis Ende 2006 studierte ich Anthropologie und Ethnologie.
Als ich meinen Magister dann in der Tasche hatte, war die große
Frage: Wat nu?
Da mein Hund es nie gelernt hatte, Geld zu scheißen,
machte ich mehrere Jobs, oft nebeneinander (Pflegedienst, Fundraising-Agentur),
hatte dabei das Ziel, mit Ausländern zu arbeiten. I
ch bekam ’08 auch eine Stelle beim Migrationsdienst einer
bekannten kirchlichen Organisation, wo ich die Aufgabe hatte,
Kindern Deutsch beizubringen. Allerdings gefiel mir so einiges
an meinem Arbeitgeber nicht – vorsichtig ausgedrückt.
Will ich es unverblümt ausdrücken, so hatte ich auf
den sozialen Sektor und die dort häufig anzutreffenden,
verkrusteten Strukturen keinen Bock mehr.
Drum fällte ich den folgenschweren Entschluss, auf Journalismus
bzw. Redaktionsarbeit umzusatteln. Arbeit soll Spaß machen,
und da ich nun mal sehr, sehr gern schreibe, bot sich das an.
Nach einer Zwischenstation bei DER SONNTAG kam ich im September
diesen Jahres zum FREIeBÜRGER.
Eine völlig unabhängige, gesellschaftskritische
Zeitung, bei der man sich den Themen eingehend widmen kann,
anstatt fließbandmäßig Agenturmeldungen rauszuhauen
– das reizte mich doch sehr.
Und hier bin ich nun und freue mich drauf, für Euch,
liebe Leserinnen und Leser, auch zukünftig den einen oder
anderen Artikel zu schreiben.
Euer Peter
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