Die Strassenzeitung aus Freiburg
                                                                               
                                                                                              Artikel und Beiträge aus einem anderen Blickwinkel
Guten Morgen! Heute ist Donnerstag, der 11. März 2010

 

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Was ist eine Straßenzeitung?


Die Idee dazu entstand Ende der 80er Jahre in New York und setzte sich bis heute weltweit durch, um Menschen in sozialer Not die aktive Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.

Bundesweit gibt es seit Anfang der 90er Jahre mehr als 30 Straßenzeitungen mit 4-5 stelligen Auflagestärken, je nach Größe der Stadt, in unterschiedlichen Abständen und größtenteils mit zusätzlichen Projekten.

Die bundesweite Kooperation erfolgt über den Bundesverband Soziale Straßenzeitungen (BSoS), dem 21 Straßenzeitungen angehören. Der BSoS ist das Bindeglied zum internationalen Verband INSP (International Network of Streetpapers).

 



Die Inhalte beziehen sich, häufig mit regionalem Schwerpunkt, auf sozialkritische Themen und spiegeln authentisch die persönlichen Erfahrungen der Betroffenen wieder.

Die Produktion erfolgt durch ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement, zumeist durch die Unterstützung von sozialen oder kirchlichen Organisationen, sowie mit Hilfe professioneller Mitarbeiter des Sozialwesens und der Journalismus- und Medienbranche.

Das Prinzip der Straßenzeitungen:

  • Die finanzielle Basis durch Spenden, Werbeanzeigen und Sponsoren ermöglicht über die Redaktionen und die angebundenen Projekte eine Vielzahl an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
  • Soziale Integration: Stärkung des Selbstwertgefühls, Strukturierung des Tagesablaufes,gesellschaftliche Akzeptanz, Eröffnung neuer Perspektiven, Herstellung sozialer Kontakte

Forum für Betroffene:

Möglichkeit zur Selbstdarstellung, Verfassen eigener Artikel, Berichte von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, Förderung der Eigeninitiative

  • Finanzielle Unterstützung: Ein Zubrot für Obdachlose und andere Menschen am Randedes Existensminimums, Alternative zum Betteln oder Schnorren
  • Sozialkritisches Medium: Gesellschaftliche und sozialpolitische Entwicklungen kritisch beleuchten und hinterfragen, Situationsdarstellung von der Basis der Betroffenen
    Der Verkauf:

findet in der Regel nur auf der Straße statt. Die Verkäufer erhalten einen Verkäufer-Ausweis und eine Verkäuferverordnung, die gewisse Absprachen beinhaltet (während des Verkaufs kein Alkoholkonsum, höfliches Benehmen)

Organisation und Koordination erfolgen durch die Verkäuferbetreuer und regelmäßige Versammlungen, um Erfahrungen oder Konflikte zu besprechen.

Der Verdienst pro Zeitung umfasst in der Regel ca. 50 % des Verkaufspreises plus Trinkgelder.

 



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