| Die Inhalte beziehen sich, häufig mit regionalem
Schwerpunkt, auf sozialkritische Themen und spiegeln authentisch
die persönlichen Erfahrungen der Betroffenen wieder.
Die Produktion erfolgt durch ein hohes Maß an ehrenamtlichem
Engagement, zumeist durch die Unterstützung von sozialen
oder kirchlichen Organisationen, sowie mit Hilfe professioneller
Mitarbeiter des Sozialwesens und der Journalismus- und Medienbranche.
Das Prinzip der Straßenzeitungen:
- Die finanzielle Basis durch Spenden, Werbeanzeigen und Sponsoren
ermöglicht über die Redaktionen und die angebundenen
Projekte eine Vielzahl an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
- Soziale Integration: Stärkung des Selbstwertgefühls,
Strukturierung des Tagesablaufes,gesellschaftliche Akzeptanz,
Eröffnung neuer Perspektiven, Herstellung sozialer Kontakte
Forum für Betroffene:
Möglichkeit zur Selbstdarstellung, Verfassen eigener Artikel,
Berichte von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, Förderung
der Eigeninitiative
- Finanzielle Unterstützung: Ein Zubrot für Obdachlose
und andere Menschen am Randedes Existensminimums, Alternative
zum Betteln oder Schnorren
- Sozialkritisches Medium: Gesellschaftliche und sozialpolitische
Entwicklungen kritisch beleuchten und hinterfragen, Situationsdarstellung
von der Basis der Betroffenen
findet in der Regel nur auf der Straße statt. Die Verkäufer
erhalten einen Verkäufer-Ausweis und eine Verkäuferverordnung,
die gewisse Absprachen beinhaltet (während des Verkaufs kein
Alkoholkonsum, höfliches Benehmen)
Organisation und Koordination erfolgen durch die Verkäuferbetreuer
und regelmäßige Versammlungen, um Erfahrungen oder
Konflikte zu besprechen.
Der Verdienst pro Zeitung umfasst in der Regel ca. 50 % des Verkaufspreises
plus Trinkgelder. |