Die Strassenzeitung aus Freiburg

Artikel und Beiträge aus einem anderen Blickwinkel

Mahlzeit! Heute ist Sonntag, der 01. August 2010


 

 

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Peter
 

 


Unser Team:


Mein Name ist Regine, bin 27 Jahre alt und stamme ursprünglich aus Düsseldorf. Mit etwa 15 Jahren kam ich in die Düsseldorfer Punkszene, durch die ich die Freiheit des Straßenlebens kennen lernte

Nachdem ich dann mit mehr Glück als Verstand meine Mittlere Reife bestanden hab, fand ich mehr Spaß darin durch Deutschland zu reisen. Zwischendurch kam ich immer wieder nach Düsseldorf und da ich zu dieser Zeit kaum Kontakt zu meinen Eltern hatte, ich mich auch nicht gut mit meinen sozialen Rechten auskannte und mir das Schnorren reichlich aufden Senkel ging, habe ich meinen ersten Kontakt zur „Fifty Fifty“ gehabt, der Düsseldorfer Straßenzeitung,die ich dann einige Zeit verkauft hab.

Irgendwann zog es mich dann in den sonnigen Süden und auf dem Weg nach Frankreich war meine letzte „deutsche“ Station Freiburg

Und so erging es mir wie vielen anderen hier, ich lernte die netten Menschen hier kennen und nach etwa einem halben Jahr in Südfrankreich, zog es mich zurück und ich blieb in Freiburg „kleben“!

 


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2.Vorsitzende im Vorstand

Dadurch, dass ich dann auf der Wagenburg im Rieselfeld wohnte, bekam ich auch schon die Anfangsschritte des FREIeBÜRGER mit und begann ebenfalls damit, die Straßenzeitung zu verkaufen, da ich das ja schon aus Düsseldorf kannte. Ende `98 warb mich dann die KOLA (Kommunale Leitstelle für Arbeit) dem FREIeBÜRGER ab und ich fing an, im Tiergehege Mundenhof zu arbeiten.

Aus dieser „Wiedereingliederungsmaßnahme“ entstand für mich ein Zeitvertrag bei der Stadt, welcher auch noch bis 2009 geht.

Engeren Kontakt zum FREIeBÜRGER bekam ich erst wieder als dieser die momentanen Büroräume (Ensisheimerstr.) bezog, da es hier Möglichkeiten zum Duschen und Wäsche waschen gab.

Und durch meine regelmäßige Anwesenheit wurde ich dann auch in die redaktionelle Arbeit einbezogen. Durch meine hauptberufliche Arbeit kann ich mich natürlich nicht so stark einbringen, wie der Rest und deshalb mache ich Sachen, die dem Leser nicht auffallen, hauptsächlich Büroarbeiten und Fahrdienste z.B. die neu gedruckten Zeitungen abholen und verteilen.

Redaktionell mache ich wenig z.B. Korrektur lesen und ab und zu mal einen Artikel schreiben... und natürlich meinen „Senf“ dazu geben! Hauptsächlich hängt mein Herz am FREIeBÜRGER, weil sich an dem Projekt ein Großteil meines Freundeskreises beteiligt, sei es als Verkäufer oder als Mitarbeiter, aber natürlich spricht er auch meine soziale Ader an, da ich ja selbst einige Jahre auf der Straße war und so die Probleme der Obdachlosen bzw. sozial Schwachen nur zu gut kenne.

Und so hoffe ich natürlich auch, dass der FREIeBÜRGER uns noch lange erhalten bleibt und dass er noch vielen Leuten helfen kann. Außerdem macht es mir unendlich Spaß mit meinen Freunden an der Entstehung jeder neuen Ausgabe mitzuarbeiten!

Regine

Aus der Ausgabe April 2005)

 

 

 

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