Dadurch, dass ich dann auf der Wagenburg im
Rieselfeld wohnte, bekam ich auch schon die Anfangsschritte
des FREIeBÜRGER mit und begann ebenfalls damit, die Straßenzeitung
zu verkaufen, da ich das ja schon aus Düsseldorf kannte.
Ende `98 warb mich dann die KOLA (Kommunale Leitstelle für
Arbeit) dem FREIeBÜRGER ab und ich fing an, im Tiergehege
Mundenhof zu arbeiten.
Aus dieser „Wiedereingliederungsmaßnahme“
entstand für mich ein Zeitvertrag bei der Stadt, welcher
auch noch bis 2009 geht.
Engeren Kontakt zum FREIeBÜRGER bekam ich
erst wieder als dieser die momentanen Büroräume
(Ensisheimerstr.) bezog, da es hier Möglichkeiten zum
Duschen und Wäsche waschen gab.
Und durch meine regelmäßige Anwesenheit
wurde ich dann auch in die redaktionelle Arbeit einbezogen.
Durch meine hauptberufliche Arbeit kann ich mich natürlich
nicht so stark einbringen, wie der Rest und deshalb mache
ich Sachen, die dem Leser nicht auffallen, hauptsächlich
Büroarbeiten und Fahrdienste z.B. die neu gedruckten
Zeitungen abholen und verteilen.
Redaktionell mache ich wenig z.B. Korrektur
lesen und ab und zu mal einen Artikel schreiben... und natürlich
meinen „Senf“ dazu geben! Hauptsächlich hängt
mein Herz am FREIeBÜRGER, weil sich an dem Projekt ein
Großteil meines Freundeskreises beteiligt, sei es als
Verkäufer oder als Mitarbeiter, aber natürlich spricht
er auch meine soziale Ader an, da ich ja selbst einige Jahre
auf der Straße war und so die Probleme der Obdachlosen
bzw. sozial Schwachen nur zu gut kenne.
Und so hoffe ich natürlich auch, dass
der FREIeBÜRGER uns noch lange erhalten bleibt und dass
er noch vielen Leuten helfen kann. Außerdem macht es
mir unendlich Spaß mit meinen Freunden an der Entstehung
jeder neuen Ausgabe mitzuarbeiten!
Regine
Aus der Ausgabe April 2005)