Die Strassenzeitung aus Freiburg


Mahlzeit! Heute ist Sonntag, der 01. August 2010
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Italien mal etwas anders... I. Teil

 

So manch einer von uns FREIeBÜRGERn war früher ja selbst einmal für einige Jahre auf Italiens Straßen unterwegs und unsere Sympathie für dieses Land ist nach wie vor ungebrochen.


Umso mehr freute es uns natürlich, als uns im Sommer dieses Jahres eine E-Mail von einer in Bologna ansässigen Straßenzeitung erreichte, in der angefragt wurde, ob wir Interesse an einem gegenseitigen Informationsaustausch hätten.

Und ob wir hatten!

Was wir dabei über die bolognesische Straßenzeitung PiazzaGrande erfahren haben, können Sie, werte Leser, auf den nun folgenden Seiten selbst nachlesen.



 


Direkt zum Interview

Die Entstehungsgeschichte von „PiazzaGrande“ („Großer Platz“, nach einem Lied von Lucio Dalla benannt)

1993 hatten vier Leute aus Bologna gemeinsam die Idee, eine Obdachlosenzeitung in ihrer Stadt zu gründen. Alle vier kamen aus der Gewerkschaft CGIL (Confederazione generale italiana del lavoro, dem ältesten Gewerkschaftsbund Italiens) und auch heute noch sind drei von ihnen in diversen Projekten der Gewerkschaft oder des Verbandes „Amici di Piazza Grande“ (Freunde von Piazza Grande) aktiv.




Zu dem damaligen Zeitpunkt gab es in ganz Italien noch keine von Obdachlosen gemachte Zeitung, wogegen es in anderen Ländern bereits Gründungen von Straßenzeitungen gegeben hatte: In London existierte seit September 1991 „The Big Issue“, in Frankreich war gerade die erste Ausgabe der „Macadam“ erschienen und auch die Münchner „Biss“ gab es schon.
Letztere kann mit zu den Vorbildern von Piazza Grande gezählt werden.
Im Dezember 1993 war es dann endlich auch in Bologna soweit und Italiens erste Straßenzeitung erblickte das Licht der Welt. Die erste Ausgabe von PiazzaGrande bestand aus vier Seiten, war kostenlos und lag der Zeitung „Le voci di dentro“ (Stimmen von drinnen) bei, einer zweimonatlich unter der Schirmherrschaft der CGIL erscheinenden Zeitschrift, die von Häftlingen eines bolognesischen Gefängnisses geschrieben wurde.
Der Erfolg dieser ersten Ausgabe war überwältigend: Die Gesamtauflage von 3.000 Exemplaren war bereits am ersten Tag ausverkauft! und es wurden noch einmal 3.000 Ausgaben nachgedruckt.
Im ersten Jahr ihres Bestehens verkaufte die Straßenzeitung „PiazzaGrande“ insgesamt 130.000 Exemplare!

Jedoch auch wenn die Idee zur Gründung dieser Zeitung aus dem Umfeld der Gewerkschaft kam, gestaltet und geschrieben wurde die erste Ausgabe von Piazza Grande fast vollständig von Obdachlosen und Menschen ohne feste Unterkunft, von denen damals viele im „Beltrame“, einem bolognesischen Aufnahmezentrum, untergebracht waren.
Diese Menschen waren Autodidakten, ohne journalistische Erfahrung, die sich selbst zusammengeschlossen haben, lediglich unterstützt von einer Gruppe von Gewerkschaftlern der CGIL, welche bereits vorher schon eine Zeitung in einem bolognesischen Gefängnis herausgebracht hatte. Somit wurde von Anfang an bei Piazza Grande das Konzept der Selbsthilfe realisiert.

Nach der ersten Ausgabe kostete die Zeitung später dann „soviel wie ein Kaffee“ (Questo giornale vale un caffe), also in etwa 900 Lire (ca. 90 Pfennig), wovon 40 % des Verkaufspreises bei den Verkäufern verblieb. (Ich erwähne dieses „Questo giornale...“ deshalb, weil auf der Titelseite keine Zahl, sondern nur dieser Satz als Preisangabe angegeben war).
Wie die meisten anderen Straßenzeitungen wohl auch, hatte„PiazzaGrande“ am Anfang das Problem mit der Organisation und vor allem Mitarbeiter, die allesamt bei Null anfangen mussten.
Aber zumindest bei der Finanzierung half anfangs noch die CGIL, jedoch nicht allzu lange, denn bald stand das Projekt auf eigenen Füßen und konnte sich selbst finanzieren.
Im April 1994 dann, durch die Initiative aller Mitwirkenden der Straßenzeitung und dem Enthusiasmus einer Gruppe von Förderern, wurde der Verband „Amici di Piazza Grande“ gegründet. Der größte Teil seiner Mitglieder waren Obdachlose und Menschen ohne feste Unterkunft, die im Aufnahmezentrum Beltrame „wohnten“. Die Gründung des Verbandes symbolisierte den Übergang von den Anfängen der Zeitung, von der zum damaligen Zeitpunkt bereits vier Ausgaben erschienen waren, zu einer organisierteren Phase, in der das Konzept der Selbsthilfe realisiert wurde.
Der Verband ist ein Ort, an dem sich die benachteiligten Bürger selbst organisieren, um ihre Probleme zu lösen, um Kapazitäten und Ideen zu vereinigen, um Verdienstmöglichkeiten aufzudecken, um das Problem der Unterkunft anzugehen, um die Leistungen des städtischen Services zu verbessern und um sich selbst zu verwalten. Der Verband, der nun seit über zehn Jahren existiert, hat Impulse zu zahlreichen Initiativen und Projekten gegeben, über die ich in unserer nächsten FREIeBÜRGER-Ausgabe etwas ausführlicher berichten werde.

Im Jahre 2000 wurde der Verband „Amici di Piazza Grande“ in das Verzeichnis der „Organizzazioni Non Lucrativa di Utilita Soziale = ONLUS“ (Gemeinnützige soziale Organisationen) aufgenommen.

Allen Beteiligten des Projektes Piazza Grande war es von Anfang an wichtig, als aktive und innovative Initiative auf soziale Ausgrenzung hinzuweisen und die Rechte Obdachloser zu stärken. Piazza Grande repräsentierte eine neue Form der sozialen Einmischung: Die Zeitung wurde sowohl geschrieben, redigiert als auch verkauft von Menschen ohne feste Unterkunft, die auf diese Weise Zugang zu gesellschaftlicher Wiedereingliederung erlangten.
Dies geschah nach einem Anfang der 90er Jahre eingeführten neuen System: Dem System der Eigeninitiative und einer Hilfe, die nicht auf Fürsorge beruht.

PiazzaGrande“erscheint heute mit einer Auflage von 7.000 Exemplaren monatlich und wird zurzeit von etwa 20 aktiven Verkäufern auf Bolognas Straßen verkauft. Bei diesen Verkäufern handelt es sich hauptsächlich um Immigranten, rumänische Sinti und Roma, aber auch Nordafrikaner, die allesamt wohnungslos sind.
Die Zeitung ist mittlerweile auf stolze 16 Seiten angewachsen, mit einem, zumindest für mich, angenehmen Layout gestaltet und sympathisch ungeheftet
In der Redaktion von „PiazzaGrande“ arbeiten im Moment drei fest angestellte Redakteure (keine Profis), die ein monatliches Gehalt vom Verband „Amici di Piazza Grande“ erhalten.
Leider fehlt heute das sympathische „Questo giornale vale un caffe“ auf der ersten Seite, dafür sind die Produktionskosten aufgedruckt, die bei 0,52 Euro pro Exemplar liegen.
Die Verkäufer selbst bezahlen für jede Zeitung 0,50 Euro und fragen beim Wiederverkauf auf der Straße nach einer „Offerta libera“, also nach einer freiwilligen Spende (über diesen 0,50 Euro-Betrag hinaus), wobei die Käufer dann im Normalfall nicht weniger als einen Euro pro Zeitung bezahlen. Ihre für den Straßenverkauf benötigten Zeitungen bekommen die Verkäufer ausschließlich in der Redaktion von„PiazzaGrande“, da es noch keine andere Vertriebsstelle gibt und jeder neue Verkäufer, der sich in der Redaktion vorstellt, bekommt erst einmal zehn Zeitungen umsonst, damit er mit dem Erlös aus dem Verkauf dieser ersten Exemplare wieder neue Zeitungen kaufen kann. Alle Verkäufer von „PiazzaGrande“ tragen eine rote Weste, um auf der Straße besser erkannt zu werden.

Sollten Ihnen also, werte Leser, bei Ihrem nächsten Italienurlaub solche Menschen auffallen: unbedingt eine Zeitung kaufen!

Da uns selbst diese allgemeinen Informationen nicht ausgereicht haben, haben wir zusätzlich noch einen Fragenkatalog zusammengestellt und Anfang Juli per E-Mail nach Bologna geschickt, in der Hoffnung, dass man uns diesen beantworten möge.
Man hat! Leonardo Tancredi, Chefredakteur von„PiazzaGrande“, beantwortete all unsere Fragen und für´s gegenseitige Verständnis, in Form von perfekter Übersetzung, sorgte Franziska, eine deutsche Praktikantin bei PiazzaGrande“.

Das Interview:

Ciao Leonardo,
gibt es außer euerm festen Team auch immer noch Wohnungslose oder Verkäufer in der Redaktion?


Die Redaktion besteht fest aus drei Leuten, zu denen gewöhnlich noch Volontäre und Praktikanten hinzukommen, die immer wieder mitarbeiten. Momentan gibt es keine Wohnungslosen oder Verkäufer in unserem Redaktionsteam. Wir halten dies für einen Mangel, da Piazza Grande vor 12 Jahren auf die Initiative einer Gruppe von Wohnungslosen hin entstand und wir sind dabei, für Abhilfe zu sorgen: Es hat sich eine Art zusätzliche, „wandernde“ Redaktion gebildet, die Wohnungslose in mehreren öffentlichen Übernachtungsstellen der Stadt trifft. Aus dieser Arbeit ist eine Ad-hoc-Abteilung der Zeitung entstanden, in der die Beiträge dieser Autoren ohne feste Unterkunft erscheinen.

Wer entscheidet bei euch, was in die Zeitung kommt? Habt ihr, wie wir auch, öffentliche Redaktionssitzungen, an denen alle Verkäufer teilnehmen können? Was sind im Großen und Ganzen eure Hauptthemen?

Die Redaktion trifft sich jeden Montag. Einmal im Monat halten wir größere Sitzungen ab, zu denen auch die Mitglieder des Verbandes kommen, die Verkäufer nehmen daran aber nicht teil. Wir denken, dass dies ein Problem ist, und wir setzen uns dafür ein, dieses Problem zu lösen. Wir beschäftigen uns mit sozialer Ausgrenzung von allen möglichen Gruppen: Obdachlose, Migranten, Drogenabhängige, Häftlinge, Arbeitnehmer, die ausgebeutet werden, etc.

Bekommt ihr Reaktionen aus der Bevölkerung, z.B. in Form von Leserbriefen? Habt ihr das Gefühl, schon etwas mit eurer Arbeit bewirkt zu haben?

Wir bekommen Antworten der Leser, auch wenn das nicht sehr oft vorkommt. Das Problem ist, dass die Tatsache, dass Piazza Grande keinen festen Verkaufspreis hat, bei den Käufern gewisse Zweifel am tatsächlichen Informationsgehalt der Zeitung aufkommen lässt. Viele kaufen die Zeitung nur als eine Form der Mildtätigkeit. Aber zweifellos können wir sagen, dass die Zeitung in den letzten Jahren viel dazu beigetragen hat, eine neue Wahrnehmung des Problems der Obdachlosigkeit in Bologna zu schaffen, und dass die Zeitung insgesamt die Art, wie man mit sozialer Ausgrenzung umgeht, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den Institutionen, verändert hat.

Habt ihr ab und zu auch mal professionelle Hilfe? Journalisten, Layouter etc.?

Normalerweise nicht, aber manchmal schenken uns befreundete Journalisten oder Schriftsteller ihre Beiträge.

Wie viele Notübernachtungsstellen gibt es in Bologna und habt ihr auch Wärmestuben, in denen sich die Obdachlosen tagsüber aufhalten können?

Es gibt fünf öffentliche und zwei private Übernachtungsstellen, zu denen noch zwei Tageszentren hinzukommen, wo man sich vor der Kälte schützen und bei Freizeit- und Bildungsaktivitäten mitmachen kann.

Was meint ihr, wie viele Menschen leben z. Zt. schätzungsweise in Bologna auf der Straße?

Mindestens 600 Menschen sind Gäste in den öffentlichen und privaten Übernachtungsstellen, ungefähr 200-300 Menschen leben direkt auf der Straße. Es ist jedoch sehr schwierig, eine genaue Schätzung abzugeben, vor allem, weil es sich laut den xenophoben (fremdenfeindlichen) Immigrationsgesetzen, die unsere Regierung verabschiedet hat, zum Teil um illegale Immigranten handelt. Gehen wir mal realistisch davon aus, dass 300 Menschen auf der Straße leben, davon sind ca. 50 % Italiener.

Was sind die häufigsten Gründe, warum bei euch Menschen auf der Straße landen?

Es ist vor allem wichtig zu betonen, dass sehr wenige Menschen freiwillig auf der Straße leben. Der Clochard, der von der Freiheit träumt, stellt eine Art Panda dar, der vom Aussterben bedroht ist. (Seufz...!!! Anm. d. Red.).
Immer öfter geschieht es, dass die Obdachlosen von heute Menschen sind, die vorher ein „normales“ Leben gelebt haben. Viele von ihnen sind von einem immer enger werdenden Arbeitsmarkt ausgeschlossen worden, sehr viele haben Probleme mit einer Drogenabhängigkeit. Das dringlichste Problem jedoch, dass sich der Stadt stellt, ist der große Zustrom von Migranten. Unsere lokalen Institutionen sind noch nicht in der Lage, dieses Problem ernsthaft in Angriff zu nehmen, woraus folgt, dass Hunderte von Menschen, unter ihnen Frauen und Kinder, weder ein Obdach noch irgendeine andere Form der Unterstützung erhalten. Das nationale italienische Immigrationsgesetz hat die Dinge verschlechtert. Es hat sozial sehr prekäre Lagen für die Migranten geschaffen und ein Klima der Intoleranz und des Rassismus unter den Bürgern herbeigeführt.

Bei uns nimmt die Zahl der Minderjährigen, fast noch Kinder, die auf der Straße landen
kontinuierlich zu. Ist das bei euch auch so?


Ich kann dasselbe sagen, aber bei uns handelt es sich dabei fast ausschließlich um Kinder von Immigranten, vor allem von Rumänen.

Gibt es bei euch Repressalien gegenüber obdachlosen Menschen, z.B. in Form von Vertreibung aus bestimmten Stadtgebieten oder von Schlafplätzen (Platten)?


Ich laufe Gefahr mich zu wiederholen, aber die Phänomene der Intoleranz betreffen vor allem Frauen und männliche Immigranten. Und solange es sich nicht um junge nomadische Punks handelt (in Bologna “Punkabestia“ genannt*), die oft von der konservativen Presse als gewalttätig dargestellt werden, herrscht gegenüber Obdachlosen eine bescheidene Toleranz.

*Von „Punk“ und „bestia“ = Tier, in diesem Fall Hund, da die Punks in Italien, genau wie die Punks in Deutschland, zumeist von Hunden begleitet werden

Existiert bei euch so etwas wie eine „Hausbesetzerkultur“? Was geschieht bei euch mit Obdachlosen, die im Winter einfach in irgendein leer stehendes Gebäude „einziehen“?

Episoden von Besetzung durch Obdachlose ereignen sich natürlich vor allem im Winter, aber es sind Einzelfälle, es gibt keine wirkliche Bewegung. Es gab allerdings eine sehr interessante Erfahrung einer rumänischen Gemeinschaft, die vor drei Jahren ein Gebäude, das der staatlichen Eisenbahn gehört, besetzt hatte. Zusammen mit einer Gruppe von militanten Italienern entstand eine selbstverwaltete Vereinigung, die wichtige politische und kulturelle Initiativen auf den Weg gebracht hat.
In den letzten Jahren ist eine Bewegung von Besetzern entstanden, aber dabei handelt es sich vor allem um Studenten und prekär Beschäftigte.
Das Problem der Unterbringung in Bologna ist sehr ernst und betrifft diverse soziale Gruppen.

Gibt es in Italien so etwas wie Sozialhilfe?

Die Sozialhilfe ist fast vollkommen den lokalen Institutionen, der Stadt, der Provinz und der Region anvertraut. Diese Verwaltungen haben ein internes Budget und erhalten Finanzierungen der Zentralregierung, welche in den letzten Jahren wegen der desaströsen Wirtschaftspolitik der Regierung Berlusconi kontinuierlich gesunken sind.

Wie werden obdachlose Menschen, die krank geworden sind, bei euch medizinisch versorgt?

Alle italienischen Staatsbürger und Ausländer (auch die illegalen Einwanderer) haben das Recht auf eine medizinische Versorgung. Es kommt leider vor, dass es schwierig wird, dieses Recht durchzusetzen, vor allem für die Migranten, da es dem medizinischen Personal ganz einfach an Wissen fehlt und weil die Menschen in sozial prekären Lagen selbst nicht genügend informiert sind über ihre Rechte.

Sind bei euch Streetworker unterwegs, die sich sozusagen direkt auf der Straße um die Belange der Obdach-/Wohnungslosen kümmern?

Derselbe Verband „Amici di Piazza Grande“, der die Zeitung herausbringt, arbeitet auch direkt auf der Straße und geht an den meisten Tagen in der Woche selbst durch die Stadt, um Essen und Kleidung bereitzustellen. Vor allem aber ist dem Verband bei seiner Straßenarbeit wichtig, Situationen zu überschauen und den Wohnungslosen notwendige Informationen zukommen zu lassen.

Ihr ward ja die erste Straßenzeitung Italiens. Wie viele andere gibt es denn mittlerweile bei euch? Und arbeitet ihr in irgendeiner Form zusammen?
Wir wissen von mindestens sechs anderen Straßenzeitungen in Italien: In Mailand, Rom, Florenz, Foggia, Padua und Verona. Wir stehen wohl in Kontakt mit diesen Zeitungen, aber eine konkretere Zusammenarbeit muss sich erst noch entwickeln.

Und nun, last but not least, die Frage: Ist einer von euch beim kommenden Homeless-World-Cup in Edinburgh mit dabei? Die letzten beiden Male war wohl immer ein italienisches Team anwesend, welches letztes Jahr in Göteburg, Schweden, sogar Weltmeister wurde (!), aber wir wissen bis heute nicht, für welche Stadt, bzw. welche Straßenzeitung dieses Team gespielt hat.

Leider gibt es kein Fußballteam von bolognesischen Obdachlosen, aber wir sind sehr stolz auf das Team aus Mailand, das momentan seinen Titel verteidigt!
Eine letzte Sache noch zu diesem Thema: Die „italienische“ Mannschaft der Wohnungslosen beim Homless-World-Cup besteht fast ausschließlich aus Migranten!
(Anmerkung der Redaktion: Am 24. Juli 2005 gewann die italienische Mannschaft in Edinburgh erneut den Homless-World-Cup mit einem 3:2 gegen Polen und damit hat Italien seinen Weltmeistertitel zum zweiten Mal erfolgreich verteidigt!
Mehr dazu unter: http://www.streetsoccer.org/)

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Leonardo für die Beantwortung unserer Fragen und natürlich auch ein großes Dankeschön an Franziska, die uns alles Wichtige übersetzt und zukommen lassen hat.
Wir wünschen der Straßenzeitung Piazza Grande auch weiterhin viel Erfolg und Anerkennung für ihr soziales Engagement!

Zum Teil 2 der Oktoberausgabe

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