| So stieß ich in meiner Verzweiflung auf FreiRaum - Hilfen
für Frauen in Wohnungsnot. Dank der fabelhaften Unterstützung
der Mitarbeiterinnen gelang es mir, wieder Fuß zu fassen.
Von der Beratung bei Behördenangelegenheiten, der Vermittlung
eines Zimmers im Aufnahmehaus und der Unterstützung bei der
(erfolgreichen) Wohnungssuche bis hin zur Vermittlung von anderen
kooperierenden Stellen erfuhr ich in FreiRaum einzigartige Hilfe.
Seit März dieses Jahres habe ich bei FreiRaum einen so genannten
2-Euro-Job, der mir viel Freude bereitet und für mich eine
Chance bietet, wieder Anschluss im Berufsleben zu finden.
Dieses Jahr feiert FreiRaum sein 10-jähriges Bestehen und
im Zuge dieses Jubiläums, das mit Verzögerung wegen
Umbaumaßnahmen erst im Juni stattfindet, möchte ich
Ihnen, liebe LeserInnen, diese Einrichtung vorstellen:
Am 15. März 1999 öffnete die Anlauf- und Beratungsstelle
zum ersten Mal ihre Türen in der Schwarzwaldstraße
15 und zog im Februar 2007 in die Schwarzwaldstraße 24,
wo FreiRaum bis heute residiert. Seitdem ist es für das gesamte
FreiRaum-Team ein Anliegen geblieben, Frauen in Wohnungsnot möglichst
frühzeitig in ihrer Notlage zu erreichen und ihnen bedarfsgerechte
und ganzheitliche Angebote machen zu können.
Ohne Wohnung leben zu müssen, bedeutet u. a. Isolation und
Einsamkeit, gesellschaftliche Kontrolle und soziale Ausgrenzung,
gesundheitliche Gefährdung, Gewalt und Schutzlosigkeit. Ausgangspunkt
der Arbeit von FreiRaum ist die Festsstellung, dass Frauen hiervon
in besonderer Weise betroffen sind und einen spezifischen Zugang
zu Hilfen brauchen.
FreiRaum bietet diese Hilfen im Zusammenspiel unterschiedlicher
Bausteine, die sich wie folgt zusammensetzen:
- Die Tagesstätte, die schon mehrfach aufgrund geplanter
Kürzungen von einer Schließung bedroht war. Schließlich
wurde entschieden, dass die Tagesstätte auch zukünftig
gefördert wird.
- Die Tagesstätte wird täglich von 15 bis 35 Frauen
z. T. gemeinsam mit ihren Kindern genutzt. Tendenz steigend.
Sie ermöglicht es, Frauen in Wohnungsnot sehr früh
zu erreichen und sie an die Zentrale Fachberatung sowie zu kooperierenden
Einrichtungen zu vermitteln.
- Außerdem bietet sie als einzige Einrichtung ausschließlich
für Frauen einen geschützten Ort (zu dem Männer
keinen Zutritt haben) um andere Frauen zu treffen, sich auszuruhen
und ist bei der Alltagsversorgung behilflich, wie z. B. Körperpflege,
Wäschepflege, Kochmöglichkeit und bietet Zugang zu
Telefon, Computer und Schließfächern, auch das Nutzen
der Postanschrift ist dort möglich.
Die Zentrale Fachberatungsstelle unterstützt die Frauen
mit schneller Hilfe in den Wirren der Bürokratie und bietet
umfassende persönliche Unterstützung. Es findet eine
Klärung statt, bei allen Fragen, die sich bei der Wohnproblematik
ergeben. Behördenangelegenheiten und Existenzsicherung werden
abgeklärt, die medizinische Grundversorgung sicher gestellt
und es werden die ersten Weichen gestellt, auf der Suche nach
geeigneten Möglichkeiten zur Klärung der Arbeitssituation.
| FREIRAUM FREIBURG
Hilfen für Frauen in Wohnungsnot
Schwarzwaldstr. 24
79102 Freiburg
Tel 0761 / 7075260
Homepage
Öffnungszeiten
Beratung und Tagesstätte
Montag, Mittwoch, Freitag 9:00-11:30 Uhr
Donnerstag 10:00-12:30 Uhr
Frauenfrühstück
Dienstag 10:00-11:30 Uhr
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Das Begleitete Wohnen ist ein Angebot des Diakonievereinsfür
wohnungslose Frauen und beinhaltet zum einen die Begleitung in
Einzel-Appartements, zum anderen aber auch Begleitung für
Frauen in eigenem Wohnraum. Ziel bei der Begleitung der Bewohnerinnen
der Einzel-Appartements ist es, dass die Bewohnerinnen so schnell
wie möglich eigenen Wohnraum finden und ein eigenverantwortliches
Leben nach ihren Vorstellungen führen können.
Sie werden unterstützt bei der Wohnungssuche und bei praktischen
Dingen, wie z. B. dem Bezug und der Einrichtung der gefundenen
Wohnung. Auch der Aufbau sozialer Kontakte im Wohnumfeld wird
gefördert. Die Maßnahmedauer beträgt hierfür
in der Regel 12-18 Monate.
Das Aufnahmehaus konnte im April 2005 seine Pforten im Stühlinger
öffnen und bietet kurzfristig belegbare Unterkünfte
für die Dauer von drei bis sechs Monaten. Auch zusätzliche
Plätze im Begleitenden Wohnen konnten hier geschaffen werden.
Die Vermittlung in das Aufnahmehaus findet über
die Zentrale Fachberatungsstelle statt. Ich möchte Ihnen,
liebe LeserInnen, hier nun auch das FreiRaum-Team vorstellen,
ohne dessen unermüdlichen Einsatz der oben beschriebene Umfang
nicht geleistet werden könnte:
Stellvertretende Geschäftsführerin ist Angelika
Hägele (Dipl.Soz. päd. FH), die sich wie eine
Löwenmutter um ihr Junges kämpfend seit 10 Jahren für
FreiRaum stark macht.
- Simone Hahn (Dipl. Soz. arb. FH), zuständig
für den Bereich Tagesstätte
- Mareike Schoknecht (Dipl. Soz.arb. FH), Fachberatung,
Aufnahmehaus
- Sibylle Weiß (Dipl. Soz.arb. FH), Aufnahmehaus,
Begleitetes Wohnen
- Tanja Werner (Dipl. Soz.arb. FH), Begleitetes
Wohnen, Fachberatung
- Katrin Pache (Dipl. Soz.arb. FH), Begleitetes
Wohnen (zurzeit in Elternzeit)
Und last but not least ein Dankeschön an alle Praktikantinnen,
Honorarkräfte und den vielen freiwilligen Mitarbeiterinnen,
ohne deren engagierte Hilfe diese Einrichtung in diesem Maße
nicht geführt werden könnte.
Des Weiteren gilt auch ein besonderer Dank allen Organisationen,
Einrichtungen und Förderern, die sich für FreiRaum und
die Frauen einsetzen und unterstützen.
Meine lieben LeserInnen, im Zuge des 10-jährigen Bestehens
von FreiRaum findet am 26. Juni 2009 eine Feier
statt, die wir gemeinsam bei Musik, Literatur und einem bunten
Abend begehen wollen. Alle Bürgerinnen und Bürger (ja,
auch die Männer finden Einlass) sind herzlich dazu eingeladen
mit uns dieses Jubiläum zu feiern.
Für weitere viele Jahre von FreiRaum, eine vertraute Stelle,
an die sich die Frauen im Notfall wenden können, werden sich
alle Mitarbei-terinnen immer einsetzen und unermüdlich gegen
die Wohnungslosigkeit von Frauen kämpfen. Ihre Unterstützung
dabei, liebe LeserInnen, ist sehr wichtig für den Erhalt
von FreiRaum und die Unterstützung von Frauen in Wohnungsnot.
die wilde 13
Und hier noch die Kontaktdaten:
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