Immer mehr Waren, die in den reichen Industrieländern konsumiert
werden, werden in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert.
Dies geschieht nicht etwa deshalb, weil sich die Menschen dort
so sehr über Arbeitsplätze in den neuen Fabriken freuen,
sondern weil so der Profit für die multinational operierenden
Konzerne maximiert wird.
Die für die Unternehmen anfallenden Transport- und Zollkosten
können nämlich locker an anderer Stelle eingespart werden:
bei den Lohnkosten, durch fehlende Umweltauflagen oder miese Arbeitsbedingungen
ohne soziale Absicherung.
Die Leid tragenden sind die ArbeiterInnen oder sogar Kinder, die
12 oder mehr Stunden am Tag in maroden Fabriken schuften, dabei
ohne ausreichenden Schutz mit giftigen Chemikalien in Berührung
kommen und von dem Lohn nicht einmal ihre Familien ernähren
können.
Die Idee, die hinter fairem Handel steckt, ist so einfach wie
sinnvoll: Konsumenten in den Industrieländern, die sich dies
leisten können oder wollen, zahlen einen höheren Preis
für ihre Produkte, damit die ArbeiterInnen in den Entwicklungsländern
einen höheren Lohn erhalten.
So s oll langfristig der Lebensstandard in den armen Ländern
gehoben werden.
Eine Reihe von Organisationen überwacht mittlerweile die
Einhaltung der Mindeststandards und vergibt Siegel für fair
gehandelte Produkte.
Im Blickfeld dieser internationalen Solidarität standen
früher vor allem tropische Lebensmittel; bestes Beispiel
ist Kaffee. Aber auch im Bekleidungsgeschäft ist fairer Handel
kein neues Thema mehr – schließlich verlagert sich
die Produktion von Kleidung und Schuhen schon seit geraumer Zeit
in Entwicklungs- und Schwellenländer.
Auch fast alle großen deutschen Firmen stellen da keine
Ausnahme dar und lassen im Ausland produzieren.
Bislang konzentrierte sich das Angebot an fair gehandelter Kleidung
in Deutschland jedoch eher auf die Zielgruppe, die mit der in
den 70er/80er Jahren entstandenen Bewegung älter geworden
war. Als Folge davon existierte bislang so gut wie keine Alternative
zur Mainstream-Kleidung, die auch junge Menschen anspricht. Jedoch
engagieren sich seit einigen Jahren eine wachsende Anzahl DesignerInnen
und kleinere Firmen zusehends stärker für soziale Gerechtigkeit
und ökologische Nachhaltigkeit in der Bekleidungsproduktion.
Die Zielgruppe ist eine junge und globalisierungskritische, aber
dennoch modebewusste Klientel.
Marken wie THTC oder Worn Again punkten deshalb sowohl mit konsequentem
Design als auch mit durchdachten ökologischen und sozialen
Konzepten.
So sind beispielsweise die Schuhe von Worn Again nicht nur unter
fairen Bedingungen hergestellt, sondern bestehen zudem zu 99%
aus Recyclingmaterial.
Und das englische Modelabel THTC tritt den Beweis an, dass in
China produzierte Kleidung nicht zwangsläufig unter miesesten
Umwelt- und Sozialstandards hergestellt werden muss. Ganz im Gegenteil
werden in den Fabriken von THTC EU-Umweltstandards eingehalten
oder sogar übertroffen, die Arbeiter erhalten wesentlich
höhere Löhne als die ortsüblichen und niemand wird
zu Überstunden gezwungen, wie dies in Sweatshops gang und
gebe ist.
Während in England oder Frankreich die neue faire Öko-Mode
bereits boomt, ist hierzulande fairwear.de einer der ersten Anbieter,
der diesen Trend aufgreift. Im Online-Shop von FairWear finden
die KundInnen ein Angebot, welches sich sowohl auf soziale undökologische
Nachhaltigkeit als auch auf einen zeitgemäßen Style
stützt.
Bestellungen können unkompliziert und jederzeit per Mail,
B estellformular im Internet oder telefonisch getätigt werden.
Zudem gibt’s für Freiburger die Möglichkeit,
die Kleidung direkt bei uns abzuholen oder auch nur anzuschauen.
Unser Lager ist Dienstags von 10 – 1 3 Uhr und Mittwochs
von 15 – 19 Uhr, sowie immer nach telefonischer Vereinbarung
geöffnet.