Die Strassenzeitung aus Freiburg

Mahlzeit! Heute ist Sonntag, der 01. August 2010

 

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Kleidung und Schuhe aus fairem Handel – Internetshop aus Freiburg eröffnet

Unter dieser Adresse ist seit Juli ein in Freiburg   ansässiger Online-Shop zu finden, der das wachsende Angebot an fair gehandelter und Bio-Kleidung auf einer Website bündelt.
Dem Trend zu immer billigeren Produkten und der
„Geiz-ist-geil“-Mentalität wird hier bewusst eine Alternative entgegengesetzt – denn die Frage, wo immer mehr eingespart wird, bleibt meistens leider offen.

Immer mehr Waren, die in den reichen Industrieländern konsumiert werden, werden in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert. Dies geschieht nicht etwa deshalb, weil sich die Menschen dort so sehr über Arbeitsplätze in den neuen Fabriken freuen, sondern weil so der Profit für die multinational operierenden Konzerne maximiert wird.
Die für die Unternehmen anfallenden Transport- und Zollkosten können nämlich locker an anderer Stelle eingespart werden: bei den Lohnkosten, durch fehlende Umweltauflagen oder miese Arbeitsbedingungen ohne soziale Absicherung.
Die Leid tragenden sind die ArbeiterInnen oder sogar Kinder, die 12 oder mehr Stunden am Tag in maroden Fabriken schuften, dabei ohne ausreichenden Schutz mit giftigen Chemikalien in Berührung kommen und von dem Lohn nicht einmal ihre Familien ernähren können.

Die Idee, die hinter fairem Handel steckt, ist so einfach wie sinnvoll: Konsumenten in den Industrieländern, die sich dies leisten können oder wollen, zahlen einen höheren Preis für ihre Produkte, damit die ArbeiterInnen in den Entwicklungsländern einen höheren Lohn erhalten.
So s oll langfristig der Lebensstandard in den armen Ländern gehoben werden.
Eine Reihe von Organisationen überwacht mittlerweile die Einhaltung der Mindeststandards und vergibt Siegel für fair gehandelte Produkte.

Im Blickfeld dieser internationalen Solidarität standen früher vor allem tropische Lebensmittel; bestes Beispiel ist Kaffee. Aber auch im Bekleidungsgeschäft ist fairer Handel kein neues Thema mehr – schließlich verlagert sich die Produktion von Kleidung und Schuhen schon seit geraumer Zeit in Entwicklungs- und Schwellenländer.
Auch fast alle großen deutschen Firmen stellen da keine Ausnahme dar und lassen im Ausland produzieren.

Bislang konzentrierte sich das Angebot an fair gehandelter Kleidung in Deutschland jedoch eher auf die Zielgruppe, die mit der in den 70er/80er Jahren entstandenen Bewegung älter geworden war. Als Folge davon existierte bislang so gut wie keine Alternative zur Mainstream-Kleidung, die auch junge Menschen anspricht. Jedoch engagieren sich seit einigen Jahren eine wachsende Anzahl DesignerInnen und kleinere Firmen zusehends stärker für soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit in der Bekleidungsproduktion. Die Zielgruppe ist eine junge und globalisierungskritische, aber dennoch modebewusste Klientel.

Marken wie THTC oder Worn Again punkten deshalb sowohl mit konsequentem Design als auch mit durchdachten ökologischen und sozialen Konzepten.
So sind beispielsweise die Schuhe von Worn Again nicht nur unter fairen Bedingungen hergestellt, sondern bestehen zudem zu 99% aus Recyclingmaterial.
Und das englische Modelabel THTC tritt den Beweis an, dass in China produzierte Kleidung nicht zwangsläufig unter miesesten Umwelt- und Sozialstandards hergestellt werden muss. Ganz im Gegenteil werden in den Fabriken von THTC EU-Umweltstandards eingehalten oder sogar übertroffen, die Arbeiter erhalten wesentlich höhere Löhne als die ortsüblichen und niemand wird zu Überstunden gezwungen, wie dies in Sweatshops gang und gebe ist.

Während in England oder Frankreich die neue faire Öko-Mode bereits boomt, ist hierzulande fairwear.de einer der ersten Anbieter, der diesen Trend aufgreift. Im Online-Shop von FairWear finden die KundInnen ein Angebot, welches sich sowohl auf soziale undökologische Nachhaltigkeit als auch auf einen zeitgemäßen Style stützt.

Bestellungen können unkompliziert und jederzeit per Mail,
B estellformular im Internet oder telefonisch getätigt werden.

Zudem gibt’s für Freiburger die Möglichkeit, die Kleidung direkt bei uns abzuholen oder auch nur anzuschauen. Unser Lager ist Dienstags von 10 – 1 3 Uhr und Mittwochs von 15 – 19 Uhr, sowie immer nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.

FairWear
Engesserstraße 6
79108 Freiburg, Germany

Phone +49 (0) 761-55 733 01
Fax +49 (0) 761-55 733 02

 



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