| .Es sind Frauen und Kinder, die mehrere Stunden
täglich damit verbringen, das benötigte Holz zu
suchen.
„Um zu überleben sind die Menschen in den
Flüchtlingslagern in Darfur und im benachbarten Tschad
auf Brennholz angewiesen .Mit ihren Eseln oder zu Fuß
nehmen sie den beschwerlichen und gefährlichen Weg auf
sich, um das nötige Bündel Holz zu sammeln. Viele
kommen nicht zurück. Frauen und Mädchen werden von
den Reitermilizen, den Janjaweed vergewaltigt und grausam
ermordet“. (Jahresbericht 2009 der
eg- solar)
Darfur ist kein Einzelfall, denn viele Länder in denen
Feuerholz Mangelware ist, sind Krisengebiete und große
Teile der Gebiete sind häufig vermint oder der letzte
Baumbestand befindet sich in scharf bewachtem Privatbesitz.
Es gibt keine Zahlen darüber, wie viele Menschen bei
der Suche nach Feuerholz sterben.
Um diese humanitäre Katastrophe zumindest zu lindern,
gäbe es die einfache Lösung, den betroffenen Menschen
als Alternative Solalarkocher zur Verfügung zu stellen.
Ein Solarkocher funktioniert ganz einfach:
Er besteht aus einem Aluminiumreflektor, der auf ein Gestell
montiert wird, und einem Topfhalter. Zum Kochen muss man schwarze
Töpfe verwenden, da diese am besten die Energie (Wärme)
aufnehmen, es ist allerdings auch möglich, in der traditionellen
nordafrikanischen Tajine aus Ton zu kochen. Der Solarkocher
sollte windgeschützt aufgestellt werden.
Beim Kochen muss man den Topf in die Halterung stellen und
den Reflektor zur Sonne hin ausrichten. Die Sonnenstrahlen
werden vom Reflektor aufgenommen und gebündelt an den
Topf weitergegeben. Etwa alle 20 Minuten sollte man den Kocher
wieder auf die Sonne ausrichten, da diese ja ihren Standort
verändert.
EG-SOLAR:
Unter dem Motto „Helfen statt Haben“ engagieren
sich Schüler und Lehrer der Staatlichen Berufsschule
Altötting seit Ende der 70er Jahre in verschiedenen
erfolgreichen Entwicklungshilfeprojekten. Die EG-Solar
besteht seit 1993 als eingetragener gemeinnütziger
Verein mit weit über 100 Mitgliedern. Unsere Solarkocher
haben sich beim Einsatz in inzwischen über 80 Ländern
wegen ihrer einfachen Konstruktion vielfach bewährt.
In Zusammenarbeit mit der Berufsschule entwickeln
wir anhand von Verbesserungsvorschlägen, die von
Nutzern in aller Welt kommen, ständig neue Kochermodelle.
Unsere Partner erhalten die verbesserten Solarkocher
zur Erprobung.
Mit dem Kauf eines Solarkochers unterstützen
Sie die Arbeit der EG-Solar, z.B. beim Aufbau neuer
Werkstätten und überdies die „Sozialwerkstatt
des BRK“ in Neuötting, einem sozialen Projekt
des Kreisverbands des Bayerischen Roten Kreuzes. In
dieser Einrichtung bauen arbeitslose, schwer vermittelbare
Jugendliche den Solarkocher SK14. Durch die so erworbenen
Kenntnisse gewinnen die Jugendlichen bessere Chancen
beim Start ins Berufsleben.
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Mit diesen Solarkochern kann man Kochen,Braten, Backen, Frittieren
und sogar Grillen. Um mehrere Speisen zuzubereiten oder bei
kurzen Sonnentagen die nötige Energie einzusparen, kann
man einen Warmhaltekorb verwenden. Viele von Ihnen kennen
sicherlich noch Omas Trick, die Kartoffeln und das Gulasch
in ein Handtuch zu packen und es unterm Federbett warmzuhalten.
Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch der Warmhaltekorb
und in ihm können die Speisen auch noch nachgaren. Werden
z.B. 50 % der Mahlzeiten mit einem Solarkocher anstatt mit
Feuerholz zubereitet, können so ca. 4 Tonnen CO2 im Jahr
eingespart werden.
Mit einem Solarkocher, der von der EG-Solar als Bausatz hergestellt
wird, kann man für bis zu 20 Personen kochen Die Kosten
für einen Bausatz des Solarkochers liegen bei 300,- bis
400,- Euro. Um diese Kosten in den Entwicklungsländern
niedriger zu halten, hat die EG-Solar vor Ort Werkstätten
aufgebaut, um diese Kocher herzustellen.
Trotzdem ist die Finanzierung vor Ort für die
EG-Solar ein Problem, da es in den Partnerländern
kein gut funktionierendes Kleinkreditsystem gibt. In einigen
Ländern werden die Kocher gegen selbst hergestellte Wollwaren
getauscht oder die Menschen übernehmen im Rahmen eines
Wiederaufforstungsprojektes die Verantwortung für Baumsetzlinge.
Der Solarkocher kann auch in unseren Breitengraden genutzt
werden. Entscheidend für das Funktionieren des Kochers
ist ein möglichst wolkenloser Himmel und nicht etwa die
Außentemperatur. So können Sie an klaren, sonnigen
Wintertagen (z.B. auch bei minus 10 ° C!) die erstaunliche
Kraft der Sonne nutzen
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