Was können Sie tun?
Unsere Verkäufer erkennt man an den hellgrünen Ausweisen mit dem bekannten FREIeBÜRGER-Logo.

Sollten Sie Verkäufer mit einer anderen, speziell der oben genannten Straßenzeitungen entdecken, können Sie sich an die hiesige Polizei oder das Ordnungsamt wenden oder Passanten, die diese Zeitung kaufen wollen, genauer darüber informieren, sowie Ihren Bekanntenkreis.
Augen auf beim Zeitungskauf!
Unsere Stammleser kennen das schon seit Jahren: Immer wieder tritt in Freiburg (und auch in vielen anderen Städten) eine Zeitung mit wechselnden Namen (Jedermann, Stramax, Streetworker, Straßenträumer) in Erscheinung.
Sie wird ebenfalls auf der Straße verkauft allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Straßenzeitung im eigentlichen Sinne.
Vielmehr scheint es sich dabei um ein organisiertes Gewerbe zu handeln, bei welchem nicht ersichtlich ist, wer letztendlich die eingenommenen Gelder kassiert.
Der FREIeBÜRGER und auch der ehemalige "Bundesverband Soziale Straßenzeitungen" versuchte in der Vergangenheit mehrfach, Fakten über den damaligen Darmstädter Herausgeber "Food For You e.V." zu bekommen, was allerdings nicht wirklich gelang. Transparenz, die Voraussetzung für Seriosität, ist dort wohl ein Fremdwort!
Die Verkaufsmethoden der meist osteuropäischen Verkäufer unterscheiden sich deutlich von denen der herkömmlichen Straßenzeitungen und ähneln sich vielerorts: Aufdringliches Verhalten ist keine Seltenheit, zudem gibt es oft falsche Behauptungen, wie z.B. „die ansässige Straßenzeitung gäbe es nicht mehr und dies sei der neue Nachfolger“.
Außerdem finden häufig angebliche Spendensammlungen für regionale soziale Einrichtungen statt, welche aber nie dort ankommen – in Freiburg betraf dies bisher nachweislich den Essenstreff und die Freiburger Tafel. Weder für den Verkauf, noch für diese Spendensammlungen haben diese Verkäufer eine Genehmigung, wie es in Baden-Württemberg vorgeschrieben ist!
Bedauerlicherweise ist dies bisher das einzige Bundesland, welches so konsequent reagierte, denn es gibt keine bundesweite Aufsichtsbehörde.
Solche dubiosen Praktiken haben nichts mit denen einer herkömmlichen Straßenzeitung gemeinsam! Bei den echten Straßenzeitungen gelten klare einheitliche Regeln: So ist gewährleistet, dass die Verkäufer etwa 50% des Verkaufspreises, sowie zusätzliche Trinkgelder der Kunden behalten und sich somit ein kleines Zubrot dazuverdienen können, was ja dem ursprünglichen Sinn und Zweck einer Straßenzeitung entspricht. Spendensammlungen durch Verkäufer finden nicht statt!
Zudem gibt es ein ungeschriebenes Gesetz unter den bundesweit ca. 40 Straßenzeitungen: Jeder bleibt in seinem Revier" d.h. man verkauft ausschließlich in der Region der ansässigen Zeitung und sonst nirgendwo.
Einerseits damit jeder ansässige Verkäufer eine Chance bekommt, andererseits weil die Kunden bevorzugt regionale Themen lesen und nicht selten ihre Lieblings-Verkäufer gerne direkt unterstützen möchten, da sich im Laufe der Zeit oft ein persönlicher Kontakt entwickelt.
Dieser persönliche und direkte Kontakt ist auch für die Herausgeber der Zeitung wichtig, um zu wissen, wer ihre Zeitung verkauft und: in welcher Art und Weise denn ein korrektes und höfliches Verhalten ist das A und O beim Verkauf auch hierfür gibt es festgelegte Regeln, die es einzuhalten gilt, sonst droht ein Verkaufsverbot. Diese Grundlagen gewährleisten für alle Beteiligten ein faires Miteinander.
Bleibt die Frage, wie man nun damit umgeht?
So lange es hier kein offizielles Verkaufsverbot wie in Rheinland-Pfalz gibt, wird sich langfristig kaum etwas an dieser Situation ändern. Ein gezieltes Darauf-Aufmerksam-Machen der Fremdverkäufer, sowie das sporadische Unterbinden durch die Ordnungshüter, hindert diese Verkäufer nicht daran, zu einem späteren Zeitpunkt erneut in Freiburg und der Regio aufzutauchen denn sie praktizieren das ja schon seit Jahren!
Carina
Weitere Infos über das Thema
Falsche Obdachlosenzeitung kursiert im Markgräflerland
(vom 12.7.10 in der BZ)
Auch auf der Facebookseite findet man Einträge
Aus einem Blogg.... Penjelly plaudert
